Skip to content

Fahrradtour zum Siegwehr

10.10.: Ich bin ja auch dieses Jahr viel zu selten zum Radfahren gekommen, aber manchmal hat es mich nicht mehr auf dem Sofa halten können und nachdem der Herbst bislang ja eher sonnig und warm verlaufen ist, eignet der sich auch eigentlich viel besser für Ausflüge mit dem Rad als die brütende Hitze im letzten Sommer. Wie immer habe ich mir die Canon geschnappt und los ging es, das Tal runter bis zur Kurhausstraße, wo ich zuerst ein mal diesen Bagger bearbeitet habe, der da von der Glasfaserverlegung rum steht. Denke ich. Die haben jedenfalls die Teerdecke aufgerissen, irgendwas versenkt und dann wieder zu gemacht. Und überall an den Grundstücksgrenzen gucken jetzt so rot-orange Leerrohre raus.


Bagger machen mich ja immer ganz wuschig, wenn es ums Fotografieren geht, ich weiß auch nicht. Jeder kleine Junge möchte Baggerfahrer werden, wenn er im Sandkasten sitzt, nehme ich an, das sind wahrscheinlich so Auswirkungen von damals. ;-) Jedenfalls habe ich hier und da und dort und alles fotografiert, was an Details aus dem Bagger raus zu holen war. Jeder Bagger ist ja auch anders, ganz individuell, und hat eine eigene Persönlichkeit, auf die man sich einlassen muss. :-D OK, genug gealbert. Weiter ging es zum Kurpark:


Da gab es Enten, also alles wie immer. Hab mich hier nur kurz aufgehalten, man will ja dann auch den ein oder anderen Kilometer verfahren, wenn man sich schon in Schale geworfen hat für eine Fahrradtour. Wie immer kommen dann viel zu viele Fotos dabei raus, sodass ein "erweiterter Eintrag" nötig wird: KLICK!
Aus dem Kurpark verabschiedet habe ich mich dann mit einem tiefen Zug aus dem Cola Mix, der da auf der Bank stand und seitdem nehme ich Farben sehr viel intensiver wahr und überall diese Fledermäuse! Nee, Scherz, die stand da rum und oxidierte in der Sonne vor sich hin, so sie denn raus kam, da habe ich dann ein Motiv draus gemacht. Hatte wohl wer vergessen. Oder schmeckte scheiße. Oder was weiß ich. ;-)


Nächster Halt: Geistinger Kirche. Da nehme ich ja auch gerne mal das ein oder andere antike Kreuz mit. Oder eine Laterne. Oder den Gockel auf dem Turm. Der Halt hier war allerdings nicht ganz freiwillig, eigentlich wäre ich ja einfach weiter geradelt, aber da hier gerade alles gesperrt ist, musste ich eh absitzen und die Treppen nehmen. Weil: Das Haus an der Ecke ist scheinbar einsturzgefährdet. Mist. Die armen Leute, die da wohnen. Die vom Ordnungsamt (?) haben jedenfalls weiträumig alles dicht gemacht da unten vor der Kirche. (Keine Ahnung, hat sich da mittlerweile - 20.10. - eigentlich mal was ergeben?)


Dann weiter an der Mülldeponie vorbei und ich habe mal wieder Bilder vom Betas Betonwerk gemacht. Weil das Gelb und das Blau so hübsch miteinander im Kontrast stehen. Wobei das Gelb auch mal gelber war und das Blau auch schon blauer. Herbsthimmel mit Wolken halt, da ist nicht viel mit Kontrast. Dann einfach ein paar der Hagebuttenartigen an den Sträuchern makrofiziert, bevor ich das Tele drauf gemacht habe. Mit dem ging das mit dem Gelb und den Details tatsächlich viel besser. Ich bräuchte mal mehr Industrieanlagen zum Fotografieren, das ist spannend. Aber hier in der Gegend gibt es ja kaum noch welche.


Danach habe ich mich dann einmal umgedreht und bei dem Bauschuttverwerter gegenüber über den Zaun gezielt, weil Baumaschinen. Aber die waren auch mit dem Tele eher schlecht zu erreichen. Außerdem sieht das auf den Überwachungsvideos dann wieder so albern aus, wenn ich da am Straßenrand stehe und Fotos über den Stacheldraht hinweg machen. Als ob ich was ausspionieren würde. ;-) (Ja gut, aber nicht so, wie ihr denkt!)


Bevor ich dann an der Sieg und dem Siegwehr Station gemacht habe - meinem eigentlichen Ziel an diesem Tag -, noch schnell die Gans an der Bahnlinie verewigt. Ist die neu? Oder ist zumindest die Mütze mit Perwoll gewaschen? Ich hatte sie jedenfalls noch nicht in meiner Gänse-Sammlung, also Foto gemacht. Das 50er ist auf der Crop-Kamera allerdings ein bisschen zu lang und das 24er ein bisschen zu weit und auf die Schinen wollte ich dann doch nicht, da kommt häufiger mal ein Zug durch. So ein Regionalexpress tut schon weh, wenn er einen mit 90 Sachen mitnimmt. ;-)


Am Siegwehr dann Kormorane und auch andere Vögel, aber ich habe hauptsächlich die Kormorane mitgenommen. Weil die da genau in der Mitte saßen und sich die spärliche Sonne auf die Federn haben scheinen lassen. Kormorane sind ja seltsame Wasservögel, dass die immer so halb absaufen, wenn sie auf dem Wasser schwimmen und dann nasses Gefieder haben.


Ansonten noch die üblichen Siegwehr-Fotos. Es war an dem Tag ja tatsächlich mal ein bisschen was los hier, der Regen in der Nacht hatte tatsächlich dafür gesorgt, dass tosende Wassermassen über das Wehr stürzten. Also, im Vergleich zu in letzter Zeit jedenfalls, wo die Sieg ja eher aussah wie ein halb vertrocknetes Rinnsal. Jetzt also nicht wirklich viel Wasser, aber doch eher so im normalen Bereich. Hatte ja gedacht, dass das dem Rhein auch mal gut tun würde, aber der ist ja weiterhin viel zu niedrig. Tja, der Regen ist ja auch immer nur so "ach naja, schaumama, hier 'n bisschen, da 'n bisschen mehr", aber so alles in Allem gleicht das die schreckliche Trockenheit des letzten Sommers ja nicht aus.


Auf dem Heimweg habe ich mich dann mit fliegendem Untier herum geschlagen: Greifvögel und Tiefflieger. Letztere machten ja mal wieder einen Lärm. Der Wind kam direkt aus Norden und zwar kräftig. Das war für meine geplante Route gut - ich war ja hin zum Wehr hauptsächlich durch eher geschützte, weil bebaute Gebiete gefahren, auf dem Rückweg jetzt mit Rückenwind wieder heim -, aber dann sind die ja besonders lärmig. Soll heißen: Nachts ist an Schlaf wieder nicht zu denken. Jedenfalls nicht ohne Umzug in den Keller und Stöpsel in den Ohren.


Und zu guter Letzt an der Sieglindenbrücke kurz vor dem Klärwerk noch die Rinder vor die Linse genommen. Die hatten große und kleine und mittlere dabei und ich frag mich ja immer, wie viele davon tatsächlich nachher auf dem Esstisch landen. Schon gemein, irgendwie. Kühe sind ja irgendwie auch kuschelige (und sehr soziale) Tiere. Ich mag Kühe. Deswegen habe ich auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich eine esse. ;-)

Insgesamt war das doch mal ein erfolgreicher Ausflug: Knapp 20km Training und viele, viel Fotos mit nach Hause gebracht. Das Wetter war zwar nur so mittel, aber egal, besser als die Hitze, wie gesagt.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!