Skip to content

Kein Film zum Abholen, dafür Grafitti

10.8.: An jenem Montag vor zwei Wochen wollte ich eigentlich meinen Flohmarkt-Diafilm vom Fotoladen abholen, aber der war noch nicht fertig. Aber so hatte ich die Gelegenheit, ein paar Bilder mit der D700 zu schießen. Hatte mal das 35mm AI drauf gemacht, das eignet sich auch ganz hervorragend auf dieser semiprofessionellen Nikon. Ist ja auch ein sehr schönes, wenn auch misshandeltes Objektiv, das ja extrem verbeult war, als ich es damals bekommen habe. Aber seitdem hat es sich ja zu einem meiner liebsten Standardbrennweiten entwickelt, die ich für Nikon F habe. Und der Herr B im Fotoladen fand das auch sehr cool, dass ich so ein hübsches, 50 Jahre altes Objektiv auf der D700 hatte. ;-)


Jedenfalls. Ich hatte hinter der Bahn geparkt, direkt vor dem Jugendtreffpunkt mit dem alten Bahn-Wagon. Ich weiß gar nicht, warum die Siegburger sowas nicht haben wollten! Das ist hier eigentlich richtig cool und wenn ich noch 16 wäre und in der Stadt wohnen würde, würde ich mich hier auch treffen wollen. Gut, die Tischtennisplatte ist unter all dem Lack mittlerweile nicht mehr zu sehen, aber es gibt eine! Und einen Kicker! Und der alte Wagon ist auch cool.

Ich habe mich dann allerdings auch ein bisschen an den Graffiti verausgabt. Die haben aber auch ganz besonders in der Sonne geleuchtet. (Ich muss ja nicht erwähnen, dass es da noch immer brüllaffenheiß war, oder? Götter, was habe ich dieses Jahr geschwitzt!) Die Farben leuchten jedenfalls sehr schön kräftig, das 35er rendert eh sehr schöne Töne. Die D700 macht da hervorragend mit und bringt dieses Objektiv richtig zur Geltung. Danach an der Meyes-Fabrik durch die Unterführung. Beides habe ich dieses Mal links liegen lassen, stattdessen habe ich mich auf bunte Dinge konzentriert, wie man dann auch an der Bank sehen kann.


Oder eben Graffiti, auch wenn es nur so ein schnödes Tag im Gegenlicht auf der Rückseite einer Bushaltestelle ist. Warum nicht? Da kann ich mal wieder zeigen, wie scharf das Teil bei f/2 ist und wie hübsch das Bokeh ist, sieht man dann beim "Super"-Roller. Auch wenn ich da den Fokus ein bisschen weiter hinten hätte setzen sollen. ;-)

Tja, und dann habe ich festgestellt, dass mein Film nach einer Woche noch nicht fertig war. War ja aber irgendwie auch abzusehen. Hatte mich gleich etwas gewundert. Aber dass sie den Film jetzt mittlerweile auch ins große Labor schicken würden, wusste ich noch nicht; das letzte Mal, als ich Diafilme zur Entwicklung gebracht hatte, hatte er noch wen, der die hier in der Gegend gemacht hat. Hm. Scheint mittlerweile so exotisch zu sein, dass das keiner mehr macht. Oder das Maschinchen ist mittlerweile gestorben, das kann ja auch sein. Da frage ich mich: Hoffe ich jetzt, dass der Film eh schlecht zurück kommt, dass es sich nicht lohnt, den als Diafilm zu entwickeln und ich den einfach mit in das C41 einlege, das ich noch rum stehen habe? Müsste eh mal ein paar Farbfilme verschießen, die sind alle nicht mehr ganz so frisch...


Egal. Nach dem ausbleibenden Erfolg bin ich dann noch um die Ecke zum Discounter gegangen und habe was zu Essen eingekauft, woraufhin ich keine Hand mehr frei hatte für Fotos zu machen. Dementsprechend enden meine Bilder auch hier hinter der Sparkasse. Das heißt aber nicht, dass das die letzten Fotos von diesem Tag waren, denn Abends sind wir noch im Hexenwald gewesen. Die kommen dann aber in einem eigenen Eintrag daher. Jetzt erst mal frühstücken! ;-)

Kein Wasser in der Talsperre, dafür Algen

9.8.: So, und dann auf dem Heimweg noch kurz an der Talsperre gehalten. Wollte dem Aygo den Berg nicht zumuten, habe also unten geparkt. Außerdem, technically darf man da ja auch gar nicht rauf fahren, da steht ein "Anlieger frei" und ich fürchte, ich liege nicht an. Nicht, dass das irgendwer so streng auslegen würde, denke ich. Aber, eigentlich ist das kein echter Wanderparkplatz, den zu erreichen ich gedenke, sondern gehört dem Wahnbachtalsperrenverband.

So, genug rechtliche Halbseidenes von mir gegeben. Jetzt ein paar Bilder von der leeren Talsperre. Wobei: So leer, wie ich es eigentlich erwartet hätte, war es gar nicht. Ich sag mal: Halb voll! Und das ist bei dem vielen Sonnenschein und der unglaublichen Hitze, die wellen-weise immer und immer wieder über uns hinweg gerollt ist in diesem Sommer, doch recht erstaunlich. Hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ersten Ruinen wieder auftauchen würden.


Aber: Die Algen blühen. Ich nehme an, das bedeutet, dass das Wasser mal wieder besonders aufwendig aufbereitet werden muss? Ich weiß nicht, aber ich möchte keine Grünalgen und Cyanos in meinem Trinkwasser haben. Normalerweise sollte das ja nur im "Abklingbecken" ganz am Anfang der Talsperre vorkommen, wo sich die vielen Nährstoffe, die in den Wahnbach geschwemmt werden, sammeln sollen. Aber ich nehme an, weil der auch kaum noch Wasser führt, ist im Vorbecken bestimmt auch kaum noch Wasser drin und das funktioniert nicht mehr ganz so gut, wie es eigentlich geplant war? Ja, ich spekuliere hier wieder wild in der Gegend rum! Wie immer! Kann bitte jemand, der Ahnung von der Materie hat, kommentieren und mich zurechtweisen?! Bitte! Komm, da steh ich drauf! ;-)

Ansonsten mit dem Tele noch ein paar Viecher bei 400mm mit genommen, die trotzdem noch immer viel zu weit weg waren. Die Talsperre ist erstaunlich groß, stelle ich immer wieder fest. Also, von der Fläche her auf jeden Fall. Die Tiefe sieht man von oben ja eher nicht und man weiß das nur, wenn man die mal ganz ohne Wasser gesehen hat. (Gottchen, das ist bald 20 Jahre her! Damals war Traffic noch schmalbandig, die Fotos sind ja winzig! Naja, dann sind es ja nur noch 30 Jahren oder so, bis die das nächste Mal das Wasser komplett ablassen. Mal sehen, was für Kameras wir dann haben oder ob wir gar nicht mehr vor die Tür gehen, weil die KI-Bots uns sonst auffressen! ;-))


Was mich aber mal wieder daran erinnert hat: Ist die Naafbachtalsperre eigentlich noch immer ein Gesprächsthema? Und tatsächlich, die steht wohl noch immer im Plan! Angeblich hauptsächlich wegen Hochwasserschutz, aber ich habe so ein Gefühl, dass - wenn die kommenden Jahre auch so trocken werden, was ja abzusehen ist - dass dann mal jemand die schlaue Idee haben wird, dass man da auch Trinkwasser raus holen kann. Weil, irgendwann reicht die Wahnbachtalsperre vielleicht nicht mehr über einen ganzen Sommer. Ich mein, es ist schon tatsächlich recht wenig Wasser da drin und ich sag mal, in den letzten 10 Jahren war der Pegel in der Hälfte der Jahre ungefähr ähnlich. Noch haben wir keine Vorgaben gehabt, dass man kein Wasser verschwenden soll, aber ich denke, wenn die Bauern demnächst vor vertrockneten Feldern stehen sollte, dann könnte das Thema einer zweiten Talsperre durchaus wieder aktueller werden. Wäre ja schade, das Naafbachtal ist schließlich sehr hübsch und vor allem auch Landschaftsschutzgebiet, aber das Potential wäre hier tatsächlich sehr hoch. Dann muss man sich irgendwann entscheiden: Im Sommer nix mehr zu Trinken haben oder hübsche Landschaft versenken...

Kein Kauf auf dem Siegburger Kaufland-Flohmarkt, dafür das Industriegebiet drumherum

9.8.: Sonntag vor zwei Wochen bald: Flohmarkt in Siegburg. Es sind Sommerferien und dementsprechend wenig los. Das hält mich wie immer nicht davon ab, Fotos zu machen. Viel zu viele Fotos. Bei der Hitze, die wir an dem Tag hatten, war das aber auch nicht so erstaunlich, dass einigermaßen wenige Leute unterwegs waren. Wer will sich schon bei >35° den ganzen Tag in die Sonne stellen, um am Ende doch nichts verkauft zu haben, und das bei den Standpreisen?


Wie man sehen kann: Es war sehr, sehr hell! Mittlerweile haben wir ja tatsächlich Regen gehabt. Tatsächlich regnet es gerade genau in diesem Moment, wo ich das hier tippe! (18.8.) Ich habe mir scheinbar mal wieder sehr viel Zeit gelassen mit meinen Texten. Sind aber auch echt viele Fotos, die ich in letzter Zeit gemacht habe, vor allem seit ich die D700 mit nach Hause genommen habe. Die Bilder hier sind allerdings wie immer, wenn es um Flohmärkte geht, mit der Sony A7 gemacht und dem billigen Minolta Zoom. Weil, wenn das kaputt geht, weil ich wieder irgendwo anecke, nicht soo schade drum.

Aber zum Flohmarkt: Erschreckend wenig Photographica. Das Zeugs, was man da auf der Plane ausgebreitet sieht, ist ja nur der übliche Schrott. Und das ist auch schon recht wenig. Alles schon X-fach gesehen. Da sind die anderen Klamotten interessanter: Das Braille-Tipp-Dings, wie man es sonst nur aus amerikanischen Gerichtsfilmen der Steinzeit kennt, zB. Oder halt eben "Musik" von der WM '78. :-D


Was Kameras angeht: Da war ein Herr, mit dem ich mich länger unterhalten habe, der diese sehr schön erhaltene und voll funktionstüchtige F90X im Angebot hatte. Erbstück. Also wieder ein Fotograf weniger. Ich nehme an, dass er die nicht verkauft bekommen hat. Das Problem mit diesen hervorragenden Kameras aus den 1990ern ist ja, dass sie einfach nicht sexy genug sind für die Retro-Fotografen. Die wollen dann was älteres, mindestens 1980er, besser '70er. Und für den Knipsomaten-Fan ist so eine SLR dann wieder viel zu kompliziert. Dabei ist das so eine geile Kamera! Völlig unterbewertet! Wenn ich nicht schon eine hätte, ich hätte sie glatt mit genommen. Vor allem mit dem Hochkantgriff!

Da der Flohmarkt eher enttäuschend war, habe ich mich nachher noch auf den Weg zur Sieg runter gemacht, um dort zu dokumentieren, dass kein Wasser im Fluss ist. Deswegen gibt es im "erweiterten Eintrag" hauptsächlich erst mal Fotos vom Industriegebiet hinterm Kaufland. Die Bilder von der Sieg hingegen haben einen eigenen Eintrag bekommen. Wer Interesse hat: KLICK! "Kein Kauf auf dem Siegburger Kaufland-Flohmarkt, dafür das Industriegebiet drumherum" vollständig lesen

Auf der Suche nach Eis durch Söven

7.8.: Das heiße Wetter muss auch was gutes haben, zumindest für die hiesigen Eissalons: Ich glaube, wir haben noch nie so oft Eis gegessen. Und vor allem am Automaten mit genommen. Ich weiß ja eigentlich nicht, ob man diese Energieverschwender unterstützen sollte - so ein Kühlschrank mit Glastür zum Reingucken verbraucht bei 35°C ja wahrscheinlich das Äquivalent eines halben Einfamilienhauses -, aber EIS! Und es ist halt praktisch! Nachdem wir sonst immer in der Stadt bei unserem Lieblingseiscafe waren, haben wir gedacht, wir müssten mal in den Automaten oben in Söven rein schauen. Konnten wir ja nicht ahnen, dass das alles nicht die Sorten waren, die uns so vom Hocker reißen, zumindest in den großen Packungsgrößen. (Wenn, dann will man ja auch was davon mit nach Hause nehmen für die nächsten Tage.)


Jedenfalls wurde es schon leicht schattig, als wir uns auf den Weg da hoch gemacht haben. Nicht zu Fuß, leider, dann wäre das Eis auf dem Heimweg dann doch geschmolzen. Also mit dem bösen Verbrenner. Ich warte ja noch immer sehnsüchtig auf das bestellte Elektrofahrzeug, aber das lässt auf sich warten, auch wenn die Presse behauptet, Zwickau wäre nicht ausgelastet. Lügenkresse! ;-) Ja, nee, keine Ahnung, haben die nicht genug chinesische Teile, um schneller zu bauen, oder was? Aber dann ist das ja kein Auslastungs- sondern ein Lieferkettenproblem.

Aber ich spekuliere wieder. Sattdessen: Fotos aus Söven. Hatte das 35-70/2,8 noch auf der D700 und das hier sind die Ergebnisse. Wie immer sind auch die beiden Jesusse dabei, die da rum hängen. Und keins vom Eisautomaten. Sowas, hätte ich ja eigentlich mal festhalten sollen, was die da so hatten. Hauptsächlich Milcheis. Und was mit Schokolade und was mit Nüssen. Ist ja OK, aber Fruchteis gab es ja, wie gesagt, nur in den kleinen Schüsselchen und das war jetzt nicht so das, worauf wir uns eingeschossen hatten.


Deswegen sind wir dann doch noch runter in die Stadt und haben da einen großen Pott Himbeer und einen großen Pott Cookies mit genommen. Ist ja schon ein ziemliche teures Vergnügen. Aber es ist einfach viel, viel, viel zu warm, als dass man ohne Eis auskommen würde. Kühle Getränke bringen einen auf die Dauer auch nur so weit...

Mit dem 35-70/2.8 auf der D700 ein durch Seelscheid

6.8.: Wenn ich schon eine "neue" Nikon habe, dann teste ich auch mal der Reihe nach die Objektive durch, die ich für F-Mount habe. Heute (also so vor zwei Wochen, ich produziere ja schon wieder auf Halde, als gäbe es kein Morgen) war das Nikkor AF 35-70mm 1:2.8 dran. Eines meiner liebsten Zoom-Objektive, trotz der geringen Brennweiten-Variabilität. Weil: Lichtstärke f/2.8 macht schon was her. Auch wenn das ein ziemlicher Klotz ist. Mit dem Griff an der D700 und dem zusätzlichen Akku da drin und alles wiegt das alles zusammen bestimmt so anderthalb Kilo!

Ansonsten, die Fotos sehen sich mal wieder sehr ähnlich. Ich habe mal mit den Rosen am $Discounter angefangen, die ich mit dem Makro-Modus dieses sehr vielseitigen Objektivs dran genommen habe. Da gibt es zwar (leider, meine alten, alten Augen) keinen Autofokus, aber mit ein bisschen Geduld kriegt man das auch so hin. Immer wieder aufs Neue verwirrend, dass man zum Raus-Zoomen das Objektiv ziehen muss. Total widersinnig, finde ich. ich weiß nicht, habe ich irgendein anderes, das das so rum macht? Kenne ich vielleicht ein anderes, das das nicht macht? Ich weiß es nicht.


Auf dem Weg zum anderen $Discounter habe ich dann mal wieder die Ruine mitten im Dorf mit genommen. Mittlerweile kann man da wahrscheinlich eine ganze Bildserie draus machen und vergleichen, wann welcher Balken im Dachstuhl nachgegeben hat. Ich bin ja noch immer dafür, das genau so wieder aufzubauen und dann bitte auch wieder eine Restauration da rein zu machen, wie es früher, vor langer, langer Zeit, mal war. Weil: Da oben auf dem Dorf gibt es irgendwie keine Restaurants mehr, wenn man mal vom Griechen absieht, der ja schon seit meiner Jugend da ist, und dem relativ neuen kleinasiatischen Laden in der ehemaligen Post-Eckkneipe. Es fehlt ein bisschen was mit Flair und vielleicht Pizza. ;-) Oder Sushi-Takeout-Laden könnte da einziehen und richtig mit Tischen und Bedienung und so. Aber ich glaube, ich wünsche mir da was, was in der gegenwärtig vorherrschenden, allgemeinen wirtschaftlichen Situation so nicht kommen wird.

Danach dann noch in die andere Richtung ins Dorf, weil $Drogerie und sowas. Da gibt es tatsächlich jetzt wieder drei Sorten Film zur Auswahl, aber mengenmäßig, naja. Aber schon erstaunlich, dass die hier oben auf dem Dorf sowas noch auf Vorrat lagern. Oder gerade deshalb, weil hier ja einige alte Menschen leben, die vielleicht niemals auf Digital umgestiegen sind? Und so viele junge Familien, die vielleicht auf der Retro-Welle mit schwimmen? Keine Ahnung. Finde es jedenfalls interessant. Keine Einweg-Knipsen, allerdings, wenn ich das richtig gesehen habe.


Auf dem Rückweg noch beim $Supermarkt nach Blumen geschaut, die man auf den Friedhof bringen könnte, aber die waren alle eher so im Bereich "Schneckenfutter", also alles, was man nicht fünf Minuten unbeaufsichtigt lassen kann. Zudem: Trotz der anhaltenden Hitze und Trockenheit hat sich das Zeugs auf dem Friedhof ganz gut gehalten. Das erstaunt mich schon. Gut, ich fahr da ja auch einmal in der Woche zum Gießen hin, aber dass das da genau unter dem großen Baum ist und somit öfter mal Schatten hat, scheint dem Bewuchs ganz gut zu tun.

Und wer aufgepasst hat, wird auch jetzt ganz klug kombinieren können, was euch im "erweiterten Eintrag" erwartet: Richtig, der Friedhof. Wer also Lust auf die üblichen Bilder aber mal mit einer andern Kamera hat, was man so deutlich meiner Meinung nach gar nicht sieht, weil die D700 halt einfach tolle Fotos macht... was wollte ich sagen? Achso, ja: KLICK! ;-) "Mit dem 35-70/2.8 auf der D700 ein durch Seelscheid" vollständig lesen