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Flohmarkt Eitorf

Ein paar Einträge habe ich noch, die zumindest schon mal mir Bildern bestückt sind, zu denen ich also nur Text verfassen muss. Gut, wenn man ein bisschen vorgearbeitet hat. Aufgrund meiner derzeitigen, leicht fiebrigen Verfassung wird dieser Text aber nicht unbedingt so richtig sinnvoll werden, fürchte ich. Aber ich versuche es trotzdem mal. (Ich mein, ich habe mir gerade freiwillig Tee gekocht, in der Hoffnung, dass das gegen den Husten und den Nasenschnodder hilft. Ich! Tee! Menschen, die mich kennen, wissen, was das bedeutet!) ;-)

10.5.: Irgendwann, am Anfang des Monats also, da waren wir in Eitorf, weil da Flohmarkt war und wir da tatsächlich, glaube ich, soweit ich mich erinnern kann, vorher noch nie gewesen sind. Eitorf ist ja nun ähnlich groß wie Hennef, von den Einwohnerzahlen her, nur dass das hier stärker konzentriert ist auf die eigentliche Stadt, habe ich den Eindruck, während sich Hennef ja bekanntlich auf hundert Dörfer verteilt. Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen, was das Angebot und die Anzahl an besuchern angeht. Und wir wurden auch nicht enttäuscht: Der Andrang war recht hoch! Nun war allerdings auch das Wetter sehr gut und dementsprechend wurden viele Leute angelockt.


Ich hatte die Sony mit dem kleinen Zoom dabei, wie ich das bei Flohmärkten ja eigentlich immer so machen. Einerseits ist das 35-105er zwar nicht das beste Minolta-Objektiv, das ich in meinem Besitz habe, aber für den Zweck durchaus das Praktischste. Andererseits kann ich mit den diversen Adaptern für die Sony immer gut alte Objektive vor Ort testen und bewerten. Eine gute Kombination, also.

Der Flohmarkt selber hatte nebenbei auch so ein bisschen was von Rummel oder Stadtfest, hatte ich den Eindruck: Da war zB dieser komplett durchgetunte Amischlitten. Und das Karussel und natürlich die üblichen Stände, die man eigentlich mehr auf einem Wochenmarkt verorten würde, die frisches Obst und Gemüse zu Dumpingpreisen verschleudert haben. Wobei das ja selbst auf Flohmärkten mittlerweile inflationsbedingt nicht mehr so günstig ist, wie es noch vor zwei, drei Jahren mal war.


Wie immer lag mein Augenmerk aber mehr auf dem Entdecken alter Photographica. Und ich wurde nicht enttäuscht: Eine (wahrscheinlich) Zeiss-Balgenkamera begrüßte und schon ziemlich am Anfang, eine eher ungewöhnliche Fex-Matic kam als nächstes dazu und schon bald kam auch eine Yashica Electro 35 ins Spiel. Letztere hätte mich tatsächlich auch interessiert, nur leider war dieses Exemplar schon sehr lagergeschädigt und teilverrostet. Da habe ich dann lieber die Finger von gelassen, wie übrigens bei allem an jenem Tag. Habe mir das Geld lieber gespart. (Was angesichts des TÜV-Debakels und dem daraus resultierenden Zwang für ein neues Kfz vielleicht auch ganz gut so war.) Wobei ich ja doch noch immer extrem scharf auf die OM-2 Olympus war, die ich schon auf dem Hennefer Stadtflohmarkt gesehen hatte. Der Preis war allerdings noch immer weit über 100 Euro. Das mag angemessen sein, aber da mich eigentlich nur das 50/1.4 Zuiko interessierte, das da vorne drauf war, mir zu hoch. Dann soll jemand die nehmen, die auch den Rest davon gebrauchen kann. (Die OM-2 ist eine sehr gute Kamera und auch das 28mm, das noch in der Tasche liegt, ist ein schöne Objektiv; nur halt leider für mich eher uninteressant, weil ich beides bereits abgedeckt habe.) Ein paar Stände weiter habe ich mich mal wieder gewundert, was es alles für verschiedene Ausführungen von diesen billigen Plastik-Festfokus-sieht-aus-wie-SLR-ist-aber-gar-keine-Kameras es gibt! Diese hier kannte ich jedenfalls auch noch nicht und auch im Internet ist nichts dazu zu finden. Viel interessanter (und qualitativ hochwertiger) wäre da diese Fujica-DL100-Knipse gewesen, die ich so ca. 1982 einsortieren würde. (1983, sagt das Internet.) Die hätte ich tatsächlich fast mit genommen, aber dann habe ich mich erinnert, dass ich lieber SLRs sammle! ;-)

Danach wurde es etwas dünner, was die Kameras anging. Stattdessen gebrannte Mandeln, die ja mittlerweile auch ein vermögen kosten, selbst im Sommer, wenn eigentlich gar keine Saison dafür ist. Dass es nämlich trotz Anfang Mai schon recht warm war, sieht man zB daran, dass der Hund seinen eigenen Schattenspender bekommen hatte. Man will seine Haustiere ja nicht in der Sonne gar ziehen lassen.


Zum Schluss hin gab es dann doch noch die ein oder andere Kamera: Ein Porst, die sich bei genauerer Betrachtung als eine Fuji entpuppte, die mich auch tatsächlich interessiert hätte, weil ich da ja schon eine von habe, die aber Ladehemmungen hat, deren Objektiv aber superb ist. Aber auch hier habe ich wegen unbekannten Zustands lieber die Finger weg gelassen. Das war so ein Stand, der ansonsten eher modernen Kram verkaufte, keine Ahnung, wo er diese 1970er-Kamera gefunden hatte. Und apropos Porst, da gab es noch diese Lucky, auch nur ein paar Stände weiter. Das ist dann echt richtig rudimentär. Kann auch Spaß machen und alles diese Dinger in dieser Bauart haben ja den Vorteil, dass sie praktisch nicht kaputt gehen können, weil, was ist da schon an Technik drin? Nix! Passend dazu daneben die Porst 16mm Ratsch-Ratsch-Kamera. Ähnlich alt, aber wegen des Filmmaterials eher zu meiden, meiner Meinung nach.

Aber das eigentliche Highlight des Tages kam ganz am Schluss: Diese alte Rolleiflex! Wenn die nicht so total abgeranzt gewesen wäre, wenn wenigstens der Fokus nicht festgesteckt hätte! Aber für ebenfalls über 100€ in dem Zustand? Gut, eine Rolleiflex aus der Zeit ist das wahrscheinlich selbst in dem Zustand noch wert, aber da muss man ja mindestens das Doppelte rein stecken, um sie wieder ans laufen zu kriegen, und das sind die kosmetischen Probleme noch nicht mal behoben. (Die Mattscheibe war übrigens auch gebrochen.) Also habe ich die schweren Herzens stehen gelassen.

Statt nach Hause sind wir dann noch an die Sieg gegangen, einfach noch ein paar Meter rum laufen. Aber dazu gibt es einen eigenen Eintrag.

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