Welta Reparatur
15.9.: Nicht nur anschauen, aber benutzen will ich die Welta, die ich vom Flohmarkt mit gebracht habe. Im Fundzustand ist das leider nicht möglich, denn die vordere Linse der hinteren Linsengruppe ist schmutzig. Sieht vor allem so aus, als hätte da schon mal jemand dran rum gemuggelt. Sehr schmierig. Was ebenfalls für diese Beobachtung spricht: Die Linsengruppe ist gar nicht mehr richtig verschraubt; mit dem Zirkel musste ich nur mal ganz kurz dran schubsen, dann ging sie ab. Das bin ich ja eigentlich anders gewohnt. Meist sitzen diese Verschraubungen bombenfest. Nicht nur, dass die damals scheinbar kräftig zu gedreht wurden, über die Jahre, in denen das Gewinde nicht bewegt wird, steckt das meist noch viel viel mehr fest. Ob es an der Feuchtigkeit liegt, einsetzende Korrosion oder was weiß ich, einfach nur Gewohnheit, meistens bekomme ich die jedenfalls nicht so leicht runter.
Und siehe da: Keine Ahnung, was das für ein nebeliger Belag ist, aber er ließ sich recht einfach mit Alkohol runter putzen. Es war zwar definitiv kein Pilz, aber ich habe dann trotzdem mal meine Standard-Spülung mit H2O2 gemacht, dann wächst da auch so schnell nichts. Dann noch mal mit Isopropyl nachgespült uns sanft trocken gerieben. Danach war die auf jeden Fall sehr viel sauberer und klarer als zuvor. Nur zwischen den Linsen befindet sich jetzt noch ein etwas störender Staubfleck, aber das war mit zu aufwendig, die Linsen jetzt noch voneinander zu trennen. In den Bildern wird man das eh nicht wahrnehmen.
Bei der Gelegenheit habe ich jedenfalls auch das vordere Linsenelement von hinten geputzt. Aber nur mit Iso, mit dem Wattestäbchen von hinten durch Blende und Verschluss. Geht bei diesem Modell ganz gut, auch wenn mal wieder eine Wattefussel an der Iris hängen geblieben ist. Man muss halt vorsichtig sein. Aber dafür ist die Optik jetzt klar wie am ersten Tag. Erstaunlich, dass die die letzten 90 Jahre so gut überlebt hat. Überhaupt scheint die Kamera nicht alltzu schlecht gelagert worden zu sein. Die Verbiegungen im Gehäuse stammen wahrscheinlich vom Flohmarkt, weil die Leute die ja einfach immer mit allem anderen Pröttel zusammen in eine Kiste werfen.
Apropos verbogen: Da habe ich auch ein bisschen gegen gedängelt, damit der Film nicht am Rahmen vorbei schrabbt. Mit dem gummierten Griff der kleinen Zange vorsichtig wieder gerade gedrückt. Trotzdem ist der Rahmen noch immer leicht verzogen. Aber ausreichend für Testbilder, denke ich.
Nur: Hat die Kamera keine Filmandruckplatte? Da sind Stellen, die so aussehen, als wäre da mal eine angebracht gewesen. Aber keine Platte weit und breit. Ich hab dann mal aus dem Cornflakes-Karton eine neue gebastelt. Ob die allerdings tatsächlich nötig ist, weiß ich nicht. Schwarzer Lack hilft jedenfalls und dann habe ich noch Klebeband drüber gepappt, damit es besser rutscht. Ist aber sehr glatt und reflektiv, vielleicht doch keine so gute Idee? Egal, habe jetzt mal den Testfilm da durch gespult, der ist sehr stramm, sagen wir es mal vorsichtig. Ist die Platte also tatsächlich nicht nötig? Oder habe ich meine zu dick gestaltet? Ich weiß es nicht. Scharf sind die Fotos jedenfalls geworden. Dafür habe ich ganz andere Probleme - siehe den nächsten Eintrag zu dem Thema!
Und siehe da: Keine Ahnung, was das für ein nebeliger Belag ist, aber er ließ sich recht einfach mit Alkohol runter putzen. Es war zwar definitiv kein Pilz, aber ich habe dann trotzdem mal meine Standard-Spülung mit H2O2 gemacht, dann wächst da auch so schnell nichts. Dann noch mal mit Isopropyl nachgespült uns sanft trocken gerieben. Danach war die auf jeden Fall sehr viel sauberer und klarer als zuvor. Nur zwischen den Linsen befindet sich jetzt noch ein etwas störender Staubfleck, aber das war mit zu aufwendig, die Linsen jetzt noch voneinander zu trennen. In den Bildern wird man das eh nicht wahrnehmen.
Bei der Gelegenheit habe ich jedenfalls auch das vordere Linsenelement von hinten geputzt. Aber nur mit Iso, mit dem Wattestäbchen von hinten durch Blende und Verschluss. Geht bei diesem Modell ganz gut, auch wenn mal wieder eine Wattefussel an der Iris hängen geblieben ist. Man muss halt vorsichtig sein. Aber dafür ist die Optik jetzt klar wie am ersten Tag. Erstaunlich, dass die die letzten 90 Jahre so gut überlebt hat. Überhaupt scheint die Kamera nicht alltzu schlecht gelagert worden zu sein. Die Verbiegungen im Gehäuse stammen wahrscheinlich vom Flohmarkt, weil die Leute die ja einfach immer mit allem anderen Pröttel zusammen in eine Kiste werfen.
Apropos verbogen: Da habe ich auch ein bisschen gegen gedängelt, damit der Film nicht am Rahmen vorbei schrabbt. Mit dem gummierten Griff der kleinen Zange vorsichtig wieder gerade gedrückt. Trotzdem ist der Rahmen noch immer leicht verzogen. Aber ausreichend für Testbilder, denke ich.
Nur: Hat die Kamera keine Filmandruckplatte? Da sind Stellen, die so aussehen, als wäre da mal eine angebracht gewesen. Aber keine Platte weit und breit. Ich hab dann mal aus dem Cornflakes-Karton eine neue gebastelt. Ob die allerdings tatsächlich nötig ist, weiß ich nicht. Schwarzer Lack hilft jedenfalls und dann habe ich noch Klebeband drüber gepappt, damit es besser rutscht. Ist aber sehr glatt und reflektiv, vielleicht doch keine so gute Idee? Egal, habe jetzt mal den Testfilm da durch gespult, der ist sehr stramm, sagen wir es mal vorsichtig. Ist die Platte also tatsächlich nicht nötig? Oder habe ich meine zu dick gestaltet? Ich weiß es nicht. Scharf sind die Fotos jedenfalls geworden. Dafür habe ich ganz andere Probleme - siehe den nächsten Eintrag zu dem Thema!











