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Abends noch unter den Hochspannungsleitungen

11.8.: Mit der D700 Bilder zu machen, das macht richtig Spaß. Die Resultate sind klein und handlich und qualitativ hochwertig. Und das 50/1.8G ist ein hervorragendes Objektiv, das diesen Volformat-Sensor hervorragend ausleuchtet. Sehr hübsch, was da raus kommt. Und wie gesagt: Es macht einfach Spaß. Deswegen habe ich diese Kamera ja auch gerade so viel im Einsatz: Stellt sich raus, dass ich viel zu lange auf die Vorzüge einer DSLR von Nikon verzichtet habe, weil die Sony so schön handlich ist. Aber so ein richtig knackig helles Sucherbild, das ist schon was anderes als ein Mirrorless... ;-)

Jedenfalls. Wir wollten und Abends noch was bewegen, es war dann auch nicht mehr ganz so brütend heiß, also haben wir uns auf die andere Seite von Hennef begeben und ein bisschen Land und Wald unsicher gemacht. Haben da am Wanderparkplatz den Aygo abgestellt und sind als erstes Mal zu dem Bauernhof da runter gegangen, der hier mehrere Schilder stehen hat, auf denen die ihre Produkte anpreisen. Man muss ja informiert bleiben.


Am Wegesrand stand der Mais, der dieses Jahr nicht ganz so dicke Kolben hat wie sonst, weil es zu trocken war, wobei es hier unten im Tal scheinbar etwas besser ist als oben auf den Bergen. Vielleicht sammelt sich hier mehr Grundwasser oder so, was weiß ich. Ist jedenfalls eingezäunt, um das Wild draußen zu halten. Ich nehme an, Wildschweine aus dem Wald werden magisch vom Futtermais angezogen? Oder doch die Rehe? Die Sonnenblumen hingegen standen frei, hätten aber auch mal ein bisschen Wasser vertragen können! (Mittlerweile - 22.8. - hat es ja mal geregnet, und zwar recht ausgiebig. Wie lange das allerdings dauert, bis das Grundwasser wieder aufgefüllt ist, keine Ahnung. Kann wahrscheinlich Monate dauern. Wahrscheinlich genau so lang, wie es vorher nicht geregnet hat.) Jedenfalls: Hier noch ein paar Detailaufnahmen der Kolben:


Die Masten habe ich auf jeden Fall mal wieder für U mit genommen, die steht da ja drauf. Moment, hab ich der die überhaupt mal nach Kassel rüber geschickt? Hm... Egal, im "erweiterten Eintrag" geht es jedenfalls hauptsächlich um den Besuch beim Bauern und dann im Wald. Weil, da hatten wir die Hoffnung, dass es etwas kühler wäre. War aber eher feuchter. Egal. Wer Interesse hat: KLICK! "Abends noch unter den Hochspannungsleitungen" vollständig lesen

Abends noch im Hexenwald

10.8. (abends): Montag abends im Wald gewesen. Das war, bevor (gefühlt) halb NRW in Flammen gestanden hat und das Ministerium gesagt hat, wir sollten mal schön bis Ende des Monats mindestens aus den Wäldern raus bleiben, weil der überwiegende Großteil an Feuern vom Menschen verursacht wird. Wir haben ja mittlerweile sowas wie eine Waldbrand-Saison hier. Also, neben der Hitzewelle-Saison, der Borkenkäfter-Saison, der Starkregen-Saison und der Orkan-Saison. Jahaa, der Klimawandel kommt divers daher! Deshalb aber auf jeden Fall das große Banner mit dem Waldbrand-Hinweis.

Aber wie auch immer, man konnte es im Wald einigermaßen aushalten. Da war es nur etwas zu schwül, scheinbar finden die Bäume selbst bei diesem Wetter noch Wasser, das sie verdampfen können, man sollte es kaum glauben. Draußen, davor, in der Sonne? Huihuihui, Herr von Bödefeld! Nun ist es da oben auf der Bergkuppe jenseits von Rott zum Glück ja immer ein bisschen windiger.


Apropos Waldbrand und menschengemacht: Ich mein, wenn der Jagdaufseher oder der Förster ihren alten, aber durchaus durch Sondergenehmigung erlaubten Allrad-Subaru im Wald abstellen, ist das ja evtl. verständlich, die müssen da ja arbeiten. Aber, und ich will ja jetzt auch gar nicht wie ein Klugscheißer klingen, wir haben mal in der Fahrschule gelernt, dass ein heißer Katalysator und hoher, trockener Bewuchs keine gute Kombination darstellen. Vielleicht dann doch lieber ein paar Meter mehr gehen? Ich weiß nicht, ich würde nicht zu meinem in Flammen stehenden Auto zurückkehren wollen...

Anderes Thema, oder noch mehr vom Gleichen: Ich war ja aufgrund der Hitze jetzt länger nicht so richtig draußen, weil ich es ja kaum mehr in der Sonnne ausgehalten habe, wenn es ständig jenseits von 30 oder gar 35 Grad hatte. Deswegen habe ich das gar nicht so genau mit bekommen, wie viele der Laubbäume hier alles von sich geworfen haben, weil es so trocken war. Und das Farn ist auch im Arsch, das sieht aus wie Oktober. Überhaupt, alles lässt traurig die Blätter hängen oder verfärbt sich langsam schon herbstlich - gut einen Monat oder gar zwei zu früh. Die Hitze bringt den Wald um, den der Käfter vor ein paar Jahren stehen gelassen hat.


Im "erweiterten Eintrag" geht es den Berg runter und ich hatte den Eindruck, dass es weiter unten etwas weniger braun war. Kann das sein, dass die Sonne hier besonders rein ballert, wo die Bäume fehlen, die besagter Borkenkäfer damals gefressen hat? Und weiter unten spenden sich die dichter stehenden Laubbäume und Mischwald gegenseitig noch ein bisschen Schatten? Klingt zumindest einleuchtend. Ob es auch stimmt? Wieder bräuchte ich mal einen Experten... Aber bis sich einer meldet: KLICKt euch doch einfach weiter durch! ;-) "Abends noch im Hexenwald" vollständig lesen

Gulasch, again

Alle paar Monate pikst es mich dann ja doch mal wieder, mal "was Richtiges" zu kochen. In diesem Fall war das gestern und ich hatte mal wieder Hunger auf ein richtig gutes Gulasch. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich in letzter Zeit zu viel den Postillion gelesen oder was. ;-) Jedenfalls hatte ich letzte Woche die passenden Zutaten vom $Discounter mit gebracht und gestern habe ich dann den Bräter aufgestellt und die Paprikas geputzt.


Das Rezept ist und bleibt zumindest ungefähr so, wie ich es oben im Link beschrieben habe: Fleisch anbraten, Zwiebeln rein, auch anbraten, dann Paprika und Pilze dazu, dieses Mal hatte ich auch noch ein Paar selbst gezogene Chilis da rein geworfen, weil, sollte scharf sein, Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter und Nelken. Und ja nicht den halben Liter Rotwein vergessen! Wenn ich so drüber nach denke, man könnte auch einen ganzen Liter dran kippen! ;-) Je mehr Soße, desto mehr Soße! :-D


Halbe Stunde, vierzig Minuten im Ofen köcheln lassen und dann ein Sößchen drauf bauen. Hmm, lecker. Hab da 'ne Tüte "braune Soße" im Schrank gefunden und einfach auch mal mit rein gekippt, passt. War sehr würzig, dieses Mal. Lecker. Sagte ich schon: Lecker? Dazu noch Rotkohl und Semmelknödel. Hmmm! LECKER! ;-)


So, und jetzt sind noch zwei Portionen übrig, da gibt es dann nächste Woche noch mal was von. Dann vielleicht mit Spätzle? Kann man ja auch mal machen. Mal schauen, ob noch mal Kohl dazu, oder anderes Gemüse. Man, jetzt hab ich schon wieder Hunger! :-D

Kein Film zum Abholen, dafür Grafitti

10.8.: An jenem Montag vor zwei Wochen wollte ich eigentlich meinen Flohmarkt-Diafilm vom Fotoladen abholen, aber der war noch nicht fertig. Aber so hatte ich die Gelegenheit, ein paar Bilder mit der D700 zu schießen. Hatte mal das 35mm AI drauf gemacht, das eignet sich auch ganz hervorragend auf dieser semiprofessionellen Nikon. Ist ja auch ein sehr schönes, wenn auch misshandeltes Objektiv, das ja extrem verbeult war, als ich es damals bekommen habe. Aber seitdem hat es sich ja zu einem meiner liebsten Standardbrennweiten entwickelt, die ich für Nikon F habe. Und der Herr B im Fotoladen fand das auch sehr cool, dass ich so ein hübsches, 50 Jahre altes Objektiv auf der D700 hatte. ;-)


Jedenfalls. Ich hatte hinter der Bahn geparkt, direkt vor dem Jugendtreffpunkt mit dem alten Bahn-Wagon. Ich weiß gar nicht, warum die Siegburger sowas nicht haben wollten! Das ist hier eigentlich richtig cool und wenn ich noch 16 wäre und in der Stadt wohnen würde, würde ich mich hier auch treffen wollen. Gut, die Tischtennisplatte ist unter all dem Lack mittlerweile nicht mehr zu sehen, aber es gibt eine! Und einen Kicker! Und der alte Wagon ist auch cool.

Ich habe mich dann allerdings auch ein bisschen an den Graffiti verausgabt. Die haben aber auch ganz besonders in der Sonne geleuchtet. (Ich muss ja nicht erwähnen, dass es da noch immer brüllaffenheiß war, oder? Götter, was habe ich dieses Jahr geschwitzt!) Die Farben leuchten jedenfalls sehr schön kräftig, das 35er rendert eh sehr schöne Töne. Die D700 macht da hervorragend mit und bringt dieses Objektiv richtig zur Geltung. Danach an der Meyes-Fabrik durch die Unterführung. Beides habe ich dieses Mal links liegen lassen, stattdessen habe ich mich auf bunte Dinge konzentriert, wie man dann auch an der Bank sehen kann.


Oder eben Graffiti, auch wenn es nur so ein schnödes Tag im Gegenlicht auf der Rückseite einer Bushaltestelle ist. Warum nicht? Da kann ich mal wieder zeigen, wie scharf das Teil bei f/2 ist und wie hübsch das Bokeh ist, sieht man dann beim "Super"-Roller. Auch wenn ich da den Fokus ein bisschen weiter hinten hätte setzen sollen. ;-)

Tja, und dann habe ich festgestellt, dass mein Film nach einer Woche noch nicht fertig war. War ja aber irgendwie auch abzusehen. Hatte mich gleich etwas gewundert. Aber dass sie den Film jetzt mittlerweile auch ins große Labor schicken würden, wusste ich noch nicht; das letzte Mal, als ich Diafilme zur Entwicklung gebracht hatte, hatte er noch wen, der die hier in der Gegend gemacht hat. Hm. Scheint mittlerweile so exotisch zu sein, dass das keiner mehr macht. Oder das Maschinchen ist mittlerweile gestorben, das kann ja auch sein. Da frage ich mich: Hoffe ich jetzt, dass der Film eh schlecht zurück kommt, dass es sich nicht lohnt, den als Diafilm zu entwickeln und ich den einfach mit in das C41 einlege, das ich noch rum stehen habe? Müsste eh mal ein paar Farbfilme verschießen, die sind alle nicht mehr ganz so frisch...


Egal. Nach dem ausbleibenden Erfolg bin ich dann noch um die Ecke zum Discounter gegangen und habe was zu Essen eingekauft, woraufhin ich keine Hand mehr frei hatte für Fotos zu machen. Dementsprechend enden meine Bilder auch hier hinter der Sparkasse. Das heißt aber nicht, dass das die letzten Fotos von diesem Tag waren, denn Abends sind wir noch im Hexenwald gewesen. Die kommen dann aber in einem eigenen Eintrag daher. Jetzt erst mal frühstücken! ;-)

Kein Wasser in der Talsperre, dafür Algen

9.8.: So, und dann auf dem Heimweg noch kurz an der Talsperre gehalten. Wollte dem Aygo den Berg nicht zumuten, habe also unten geparkt. Außerdem, technically darf man da ja auch gar nicht rauf fahren, da steht ein "Anlieger frei" und ich fürchte, ich liege nicht an. Nicht, dass das irgendwer so streng auslegen würde, denke ich. Aber, eigentlich ist das kein echter Wanderparkplatz, den zu erreichen ich gedenke, sondern gehört dem Wahnbachtalsperrenverband.

So, genug rechtliche Halbseidenes von mir gegeben. Jetzt ein paar Bilder von der leeren Talsperre. Wobei: So leer, wie ich es eigentlich erwartet hätte, war es gar nicht. Ich sag mal: Halb voll! Und das ist bei dem vielen Sonnenschein und der unglaublichen Hitze, die wellen-weise immer und immer wieder über uns hinweg gerollt ist in diesem Sommer, doch recht erstaunlich. Hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ersten Ruinen wieder auftauchen würden.


Aber: Die Algen blühen. Ich nehme an, das bedeutet, dass das Wasser mal wieder besonders aufwendig aufbereitet werden muss? Ich weiß nicht, aber ich möchte keine Grünalgen und Cyanos in meinem Trinkwasser haben. Normalerweise sollte das ja nur im "Abklingbecken" ganz am Anfang der Talsperre vorkommen, wo sich die vielen Nährstoffe, die in den Wahnbach geschwemmt werden, sammeln sollen. Aber ich nehme an, weil der auch kaum noch Wasser führt, ist im Vorbecken bestimmt auch kaum noch Wasser drin und das funktioniert nicht mehr ganz so gut, wie es eigentlich geplant war? Ja, ich spekuliere hier wieder wild in der Gegend rum! Wie immer! Kann bitte jemand, der Ahnung von der Materie hat, kommentieren und mich zurechtweisen?! Bitte! Komm, da steh ich drauf! ;-)

Ansonsten mit dem Tele noch ein paar Viecher bei 400mm mit genommen, die trotzdem noch immer viel zu weit weg waren. Die Talsperre ist erstaunlich groß, stelle ich immer wieder fest. Also, von der Fläche her auf jeden Fall. Die Tiefe sieht man von oben ja eher nicht und man weiß das nur, wenn man die mal ganz ohne Wasser gesehen hat. (Gottchen, das ist bald 20 Jahre her! Damals war Traffic noch schmalbandig, die Fotos sind ja winzig! Naja, dann sind es ja nur noch 30 Jahren oder so, bis die das nächste Mal das Wasser komplett ablassen. Mal sehen, was für Kameras wir dann haben oder ob wir gar nicht mehr vor die Tür gehen, weil die KI-Bots uns sonst auffressen! ;-))


Was mich aber mal wieder daran erinnert hat: Ist die Naafbachtalsperre eigentlich noch immer ein Gesprächsthema? Und tatsächlich, die steht wohl noch immer im Plan! Angeblich hauptsächlich wegen Hochwasserschutz, aber ich habe so ein Gefühl, dass - wenn die kommenden Jahre auch so trocken werden, was ja abzusehen ist - dass dann mal jemand die schlaue Idee haben wird, dass man da auch Trinkwasser raus holen kann. Weil, irgendwann reicht die Wahnbachtalsperre vielleicht nicht mehr über einen ganzen Sommer. Ich mein, es ist schon tatsächlich recht wenig Wasser da drin und ich sag mal, in den letzten 10 Jahren war der Pegel in der Hälfte der Jahre ungefähr ähnlich. Noch haben wir keine Vorgaben gehabt, dass man kein Wasser verschwenden soll, aber ich denke, wenn die Bauern demnächst vor vertrockneten Feldern stehen sollte, dann könnte das Thema einer zweiten Talsperre durchaus wieder aktueller werden. Wäre ja schade, das Naafbachtal ist schließlich sehr hübsch und vor allem auch Landschaftsschutzgebiet, aber das Potential wäre hier tatsächlich sehr hoch. Dann muss man sich irgendwann entscheiden: Im Sommer nix mehr zu Trinken haben oder hübsche Landschaft versenken...